Die Band "Another Mother" streamt auch während Corona-Zeiten
Die Band "Another Mother" streamt auch während Corona-Zeiten

Viele Konzerte, Festivals und andere Kultur-Veranstaltungen wurden wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Dabei ist nicht abzusehen, wie lange die aktuelle Situation noch anhalten wird. Viele Künstler stellen sich daher die Frage, wie sie dennoch Ihre Fans erreichen können. Was bleibt Schauspielern und Musikern ohne Bühne? Besonders für kleine, weniger bekannte Künstler kann diese Frage schnell ernste Züge annehmen. 

Die richtige Antwort: Konzerte und andere Events einfach im Live-Stream veranstalten.

Welche Möglichkeiten bietet Streaming Musikern und Autoren

Wegen Corona sind Bars und Clubs geschlossen. Wer dennoch nicht auf Kunst und Musik verzichten möchte, holt die Kultur einfach in das eigene Zuhause. Dabei muss noch nicht mal auf das Live-Erlebnis verzichtet werden. Ein Live-Stream vermittelt mindestens genauso gut das Gemeinschaftsgefühl und das Feeling, bei einem einmaligen Event dabei zu sein.

Doch Live-Streaming ist nicht nur für das Publikum attraktiv. Beide Seiten profitieren am Ende davon. Ein interessantes Feature dabei: Der Stream ermöglicht miteinander zu interagieren. Und das in einer Form, wie sie bei einem reallen Auftritt kaum möglich ist. Über einen Chat können die Zuschauer dabei zum Beispiel Fragen stellen oder sich Lieder wünschen. Das  gemeinsame Erlebnis bleibt positiv in Erinnerung und stärkt die Fanbase. Gleiches gilt auch für Buchautoren: So kann etwa auf einzelne Kapitel genauer eingegangen und tiefere Gedankengänge erläutert werden.

Ein Live-Stream kann aber auch eine zusätzliche Einnahmequelle bedeuten. Über Spenden können Zuschauer dabei ihre Lieblingskünstler finanziell unterstützen. Besonders für neue, noch nicht so bekannte Künstler ist diese Funktion wichtig. Auf viele Plattformen, wie YouTube oder Twitch gibt es dafür sogar eingebaute Donation Buttons. Es ist aber auch möglich über Drittanbieter wie Patreon Unterstützung zu erhalten. So spart man die Provision, welche häufig anfällt. Besondere Anreize zum Spenden können sogenannte Perk-Pakete bieten. Hierbei erhalten die Unterstützer je nach Betrag unterschiedliche Vorteile. Zum Beispiel die Namensnennung im Stream oder zum Beispiel kostenloses Merchandise.

Guy Palumbo streamt aus seinem Wohnzimmer

So einfach lassen sich Live-Übertragungen realisieren

Von Zuhause aus zu streamen ist dabei mit relativ wenig Aufwand verbunden. Das Hauskonzert kann einfach vom Sofa aus starten. Als Equipment brauchen Sie nur noch ein Mikrofon, ein passendes Interface und eine Kamera. Je nach Qualitätsanspruch können die Preise hier variieren. Für eine ruckelfreie Übertragung muss zudem ein Anschluss mit entsprechender Bandbreite vorhanden sein. Eine Upload Rate von 3 Mbit/s ist für eine Übertragung in HD mindestens notwendig.

Man kann aber auch von einer geschlossenen Location streamen. In Corona Zeiten natürlich ohne Publikum vor Ort. Das hat den Vorteil, dass an vielen Veranstaltungsorten bereits das nötige Equipment vorhanden ist. Außerdem gibt ein Livestream auf einer Bühne einfach mehr her. Im Gegensatz zum Home-Stream wirkt alles professioneller und man kann auch mit der Beleuchtung arbeiten. Natürlich muss man aber auch hier prüfen, ob eine ausreichende Internetanbindung vor Ort vorhanden ist. Abhilfe schaffen mobile Internetrouter, welche per LTE funktionieren. 

Fazit

Natürlich ist die derzeitige Corona Situation für Musiker und andere Kunstschaffenden sehr schwierig. Zum Glück bietet Live-Streaming dennoch eine Möglichkeit, auch in Krisenzeiten Content zu liefern und weiterhin Einnahmen zu generieren. Neben den besprochenen Spendenfunktionen können Sie Ihren Stream natürlich auch durch andere Methoden monetarisieren. (Mehr hier) 

Zu beachten ist jedoch, ob Sie regelmäßig streamen wollen und deshalb eine Sendelizenz brauchen. Die Medienhüter machen krisenbedingt derzeit noch ein Auge zu. Normalerweise wird geprüft, ob es sich um ein lineares Bewegtbildangebot handelt, welches journalistisch und redaktionell gestaltet ist und über einen Sendeplan verfügt. Stellt sich nur die Frage, ab wann redaktionelle Gestaltung beginnt. Bisher reichten mitunter schon Schnitte und Zooms, es gilt abzuwarten was in Zukunft kommt. 

Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen und eventuell Unterstützung in Sachen Equipment und Produktion Ihres Live-Streams benötigen, stehen wir Ihnen auch während der Krise gerne helfend zur Verfügung.


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